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25.000 Bäume für das Bergische Land

Das Bergische Land hat klimabedingt große Verluste seines Waldbestandes hinnehmen müssen. Mit einer symbolischen Pflanzaktion startete bessergrün am 28.9.2020 ein neues Pflanzprojekt und unterstützt damit bei der Wiederaufforstung in der besonders stark betroffenen Region Gummersbach.

Der Wald im Bergischen Land

Im Bergischen Land befindet sich einer der größten Naturparks in Nordrhein-Westfalen. Berge, Täler, Wiesen und Wälder schmücken diese Gegend. Doch seit einigen Jahren zeichnet sich ein trauriges Bild ab: Wo einst gesunde Fichten dicht an dicht standen, findet man heute an vielen Stellen nur noch vertrocknete, braune Bäume. Die abgestorbenen Bäume wurden teilweise gefällt, teilweise stehen sie noch. Dies sieht man überall dort, wo große, braune Flächen aus der Ferne zu erkennen sind.

  • Borkenkäferholz am Wegesrand ist im Bergischen Wald leider häufig zu sehen.
  • Wo heute Totholz steht, sollen bald wieder Bäume wachsen.
  • Trauriger Anblick einer zerstörten Waldfläche in Gummersbach

Deshalb unterstützen wir das Projekt in Gummersbach:

Das Ausmaß der Schäden in Gummersbach ist enorm. Die leeren, gerodeten Waldflächen oder Flächen mit Totholz müssen wieder bepflanzt werden. Ein Projekt, bei dem wir gerne helfen wollen:

„Wir sind stolz, dass sich bereits über 30.000 Kunden für bessergrün-Produkte entschieden haben. Dies gibt uns die Möglichkeit, größere Aufforstungsaktionen wie hier in Gummersbach zu finanzieren und den Menschen vor Ort zu helfen“, so Frederik Waller, Geschäftsführer der bessergrün GmbH.

Warum geht es dem Wald so schlecht?
Warum geht es dem Wald so schlecht?

Der Klimawandel macht auch vor unseren Wäldern nicht halt. Anhaltende Trockenheit führt zu extremen Dürren und wird für Flora und Fauna zum Problem. Neben fehlendem Niederschlag kommen vermehrt Stürme hinzu. Im Januar 2018 beschädigten die Orkantiefs Burglinde und Friederike mehrere Hektar Wald. Und was die Stürme nicht vernichtet haben, nimmt sich der große Gewinner der Trockenzeit - der Borkenkäfer – vor.

Normalerweise können Bäume diesen Schädling durch Harz abwehren. Doch durch die trockenen Sommer fehlt den Pflanzen die Kraft zur ausreichenden Produktion des klebrigen Safts. Viele Bäume haben deshalb den Kampf gegen die Schädlinge verloren.

Vielerorts sieht man zurechtgesägte Holzstämme am Waldesrand. Leider ist das Holz aufgrund des Überangebots nur schwer zu verkaufen. Hinzu kommt, dass Borkenkäferholz nur schwer Abnehmer findet. Ohne Verkauf kein Erlös und so fehlt vielerorts schlichtweg das Geld um aufzuforsten.

Das Pflanzprojekt im Detail

Einen Wald aufzuforsten ist kein leichtes Unterfangen. Die erste Hürde bestand darin, eine Baumschule zu finden, die ausreichend Setzlinge bereitstellen kann. Die Projektfläche bietet mit neun Hektar Platz für insgesamt 25.000 Setzlinge.

In einem weiteren Schritt hat die Landesforstbehörde Wald & Holz NRW für das gemeinschaftliche Wiederaufforstungsprojekt einen Pflanzplan erstellt, dessen Fokus in der nachhaltigen Wiederaufforstung und auf einem klimastabilen Waldbau liegt. Bevor die Pflanzaktion im Winter stattfinden kann, werden derzeit noch folgende Punkte dieses Konzepts ausgearbeitet:

  • Auswahl klimaresistenter Baumarten
    Zu klären ist derzeit, wie viele Bäume welcher Sorte gepflanzt werden können und wie eine sinnvolle Anordnung aussieht. Heimische Laubbaumarten sollen es sein, so viel ist sicher. Nach aktuellem Stand werden überwiegend Rotbuchen gepflanzt. Aber auch Lärche, Traubeneiche, Esskastanie, Roteiche, Vogelkirsche, Hainbuche und Douglasie sollen zu einem gesunden Mischwald beitragen. Wir halten Sie auf dem Laufenden - folgen Sie uns auf Insta und Facebook.
  • Rückegassen anlegen
    Da es sich bei der ausgewählten Waldfläche um einen Hang handelt besteht eine besondere Herausforderung bei der Räumung. Um das Totholz zu entsorgen, bedarf es sogenannter Rückegassen.
  • Manuelle oder maschinelle Pflanzung
    Aufgrund der Hanglage ist außerdem eine maschinelle Pflanzung wie in Nindorf, auf der Fläche unseres ersten Waldpflanzprojekts , nicht möglich. Es wird daher geprüft, wie ein möglichst effektives und geleichzeitig schonendes Einsetzen der Bäume erfolgen kann.
  • Erstellung eines Wildkonzepts
    Es müssen Schneisen zum Bejagen eingeplant werden. Zusätzlich werden Wildäcker und Wildwiesen angelegt, die notwendig sind, um die Setzlinge vor Wildverbiss zu schützen.
  • Fläche räumen
    Die Bäume wurden teils im Zuge der Borkenkäferkalamität im Frühjahr und Sommer 2020 gefällt. Bevor gepflanzt werden kann, muss die gesamte Fläche geräumt werden. Dies ist bisher noch nicht abschließend geschehen, da das „Gestrüpp“ derzeit Lebensraum und Schutz für kleine Wildtiere und Insekten bietet.

Wann findet die Pflanzaktion statt?

Die Pflanzung findet in Abhängigkeit der Witterung im Winter 2020/2021 statt.

Klimatische Bedingungen können die Durchführung unserer Projekte beeinflussen. Dadurch kann es zu einer zeitlichen Verschiebung der Waldpflanzaktionen kommen. Zu klären ist auch noch, ob alle Bäume auf einmal oder in zwei Durchgängen gepflanzt werden.

  • Obligatorische Ausrüstung beim Pflanzen im Wald: Hacke und Gummistiefel
  • Nach dem Einsetzen des Baumes muss die Erde angedrückt werden.
  • Kräftig gießen: Nach dem Pflanzen brauchen die Jungpflanzen ausreichend Wasser!
  • Team bessergrün von links nach rechts: Kevin Köpke (unser Partner AdmiralDirekt), Frederik Waller und Arend Arends (bessergrün Geschäftsführung), Henning Bernau (unser Partner NV Versicherung)

Was unterscheidet das Projekt in Gummersbach von dem in Nindorf?

Während wir mit unserem ersten Waldpflanzprojekt einen öffentlich Betrieb, die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten bei der Erstaufforstung unterstützen, helfen wir nun bei der Finanzierung zum Wiederaufbau einer privaten Waldfläche. Die Eigentümer können die Schäden nicht allein beheben. Da ihre Flächen der Allgemeinheit zugutekommen, unterstützen wir sie gerne. In längeren Gesprächen haben wir mehr über die Intention der Waldeigentümer gelernt:

„Der Klimawandel wird neue Herausforderungen im Waldbau erzwingen und die Käferschäden in Verbindung mit zwei Dürresommern zeigen das gerade in unserer Region sehr deutlich. Hier ist nach Generationen der Fichten-Monokulturen an immer gleicher Stelle ein Umdenken nötig.

Wir sind in der glücklichen Lage, den Wald in dieser Umbauphase nicht als reines Wirtschaftsgut betrachten zu müssen, sondern können uns auch auf waldbauliche Experimente einlassen, deren Vorteile und Nutzen vielleicht erst in 30 oder 50 Jahren abzusehen sind…

Auch unter Fachleuten wird aktuell diskutiert, welche Baumarten bezogen auf Bodenbeschaffenheit und Klimaveränderung zukunftsweisend sind. Wir freuen uns, mit bessergrün einen Partner gefunden zu haben, der es uns ermöglicht, auf einigen unserer Flächen Waldbaukonzepte umzusetzen, die hoffentlich dazu beitragen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern."

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