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25.000 Bäume für das Bergische Land

Das Bergische Land hat klimabedingt große Verluste seines Waldbestandes hinnehmen müssen. bessergrün möchte mit seinen nachhaltigen Projekten, der Umwelt etwas zurückgeben.
25.000 Bäume wurden im Rahmen dieses Waldpflanzprojekts in Gummersbach gepflanzt, um bei der Wiederaufforstung zu unterstützen.

Der Wald im Bergischen Land

Im Bergischen Land befindet sich einer der größten Naturparks in Nordrhein-Westfalen. Berge, Täler, Wiesen und Wälder schmücken diese Gegend. Doch seit einigen Jahren zeichnet sich ein trauriges Bild ab: Wo einst gesunde Fichten dicht an dicht standen, findet man heute an vielen Stellen nur noch vertrocknete, braune Bäume. Die abgestorbenen Bäume wurden teilweise gefällt, teilweise stehen sie noch. Dies sieht man überall dort, wo große, braune Flächen aus der Ferne zu erkennen sind.

  • Borkenkäferholz am Wegesrand ist im Bergischen Wald leider häufig zu sehen.
  • Wo heute Totholz steht, sollen bald wieder Bäume wachsen.
  • Trauriger Anblick einer zerstörten Waldfläche in Gummersbach

Deshalb unterstützen wir das Projekt in Gummersbach:

Das Ausmaß der Schäden in Gummersbach ist enorm. Die leeren, gerodeten Waldflächen oder Flächen mit Totholz müssen wieder bepflanzt werden. Ein Projekt, bei dem wir gerne helfen wollen:

Wir freuen uns, dass sich bereits über 40.000 Kunden für bessergrün-Produkte entschieden haben. Dies gibt uns die Möglichkeit, größere Aufforstungsaktionen wie hier in Gummersbach zu finanzieren und den Menschen vor Ort zu helfen.

Warum geht es dem Wald so schlecht?
Warum geht es dem Wald so schlecht?

Der Klimawandel macht auch vor unseren Wäldern nicht halt. Anhaltende Trockenheit führt zu extremen Dürren und wird für Flora und Fauna zum Problem. Neben fehlendem Niederschlag kommen vermehrt Stürme hinzu. Im Januar 2018 beschädigten die Orkantiefs Burglinde und Friederike mehrere Hektar Wald. Und was die Stürme nicht vernichtet haben, nimmt sich der große Gewinner der Trockenzeit - der Borkenkäfer – vor.

Normalerweise können Bäume diesen Schädling durch Harz abwehren. Doch durch die trockenen Sommer fehlt den Pflanzen die Kraft zur ausreichenden Produktion des klebrigen Safts. Viele Bäume haben deshalb den Kampf gegen die Schädlinge verloren.

Häufig sieht man zurechtgesägte Holzstämme am Waldesrand. Leider ist das Holz aufgrund des Überangebots nur schwer zu verkaufen und Borkenkäferholz findet ohnehin kaum Abnehmer. Ohne Verkauf kein Erlös - und so fehlt vielerorts schlichtweg das Geld um aufzuforsten.

Das Pflanzprojekt im Detail

Einen Wald aufzuforsten, ist kein leichtes Unterfangen. Die erste Hürde bestand darin, eine Baumschule zu finden, die ausreichend Setzlinge bereitstellen kann. Die Projektfläche bietet mit neun Hektar Platz für insgesamt 25.000 Setzlinge.

In einem weiteren Schritt hat die Landesforstbehörde Wald & Holz NRW für das gemeinschaftliche Wiederaufforstungsprojekt einen Pflanzplan erstellt, dessen Fokus in der nachhaltigen Wiederaufforstung und auf einem klimastabilen Waldbau liegt. Vor der eigentlichen Pflanzaktion wurden folgende Punkte ausgearbeitet:

  • Auswahl klimaresistenter Baumarten
    Zunächst wurde geklärt, wie viele Bäume welcher Sorte gepflanzt werden können und wie eine sinnvolle Anordnung aussieht. Heimische Laubbaumarten sollten es sein, so viel war von Anfang an klar. Gepflanzt wurden überwiegend Rotbuchen aber auch Lärchen, Traubeneichen, Esskastanien, Roteichen, Vogelkirschen, Hainbuchen und Douglasien, um einen gesunden Mischwald zu erhalten.
  • Rückegassen anlegen
    Da es sich bei der ausgewählten Waldfläche um einen Hang handelt, besteht eine besondere Herausforderung bei der Räumung. Um das Totholz zu entsorgen, bedarf es sogenannter Rückegassen.
  • Manuelle oder maschinelle Pflanzung
    Aufgrund der Hanglage ist außerdem eine maschinelle Pflanzung wie in Nindorf, auf der Fläche unseres ersten Waldpflanzprojekts , nicht möglich. Es wird daher geprüft, wie ein möglichst effektives und geleichzeitig schonendes Einsetzen der Bäume erfolgen kann.
  • Erstellung eines Wildkonzepts
    Es müssen Schneisen zum Bejagen eingeplant werden. Zusätzlich werden Wildäcker und Wildwiesen angelegt, die notwendig sind, um die Setzlinge vor Wildverbiss zu schützen.
  • Obligatorische Ausrüstung beim Pflanzen im Wald: Hacke und Gummistiefel
  • Nach dem Einsetzen des Baumes muss die Erde angedrückt werden.
  • Kräftig gießen: Nach dem Pflanzen brauchen die Jungpflanzen ausreichend Wasser!
  • Team bessergrün von links nach rechts: Kevin Köpke (unser Partner AdmiralDirekt), Frederik Waller und Arend Arends (bessergrün Geschäftsführung), Henning Bernau (unser Partner NV Versicherung)

Was unterscheidet das Projekt in Gummersbach von dem in Nindorf?

Während wir mit unserem ersten Waldpflanzprojekt einen öffentlich Betrieb, die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten bei der Erstaufforstung unterstützen, helfen wir nun bei der Finanzierung zum Wiederaufbau einer privaten Waldfläche. Die Eigentümer können die Schäden nicht allein beheben. Da ihre Flächen der Allgemeinheit zugutekommen, unterstützen wir sie gerne. In längeren Gesprächen haben wir mehr über die Intention der Waldeigentümer gelernt:

„Der Klimawandel wird neue Herausforderungen im Waldbau erzwingen und die Käferschäden in Verbindung mit zwei Dürresommern zeigen das gerade in unserer Region sehr deutlich. Hier ist nach Generationen der Fichten-Monokulturen an immer gleicher Stelle ein Umdenken nötig.

Wir sind in der glücklichen Lage, den Wald in dieser Umbauphase nicht als reines Wirtschaftsgut betrachten zu müssen, sondern können uns auch auf waldbauliche Experimente einlassen, deren Vorteile und Nutzen vielleicht erst in 30 oder 50 Jahren abzusehen sind…

Auch unter Fachleuten wird aktuell diskutiert, welche Baumarten bezogen auf Bodenbeschaffenheit und Klimaveränderung zukunftsweisend sind. Wir freuen uns, mit bessergrün einen Partner gefunden zu haben, der es uns ermöglicht, auf einigen unserer Flächen Waldbaukonzepte umzusetzen, die hoffentlich dazu beitragen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern."

Möchten Sie eines unserer Projekte unterstützen? Das ist ganz leicht.

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